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Projektpartner
in Deutschland
BASIS-Projects arbeitet
mit mehreren deutschen Partnern zusammen:
Förderkreis Indienhilfe e.V.
Der Förderkreis Indienhilfe e.V. wurde 1988 in Giessen von deutschen
FreundInnen der InitiatorInnen von BASIS-Projects gegründet, um die
Aktivitäten des Projekts ideell und finanziell zu unterstützen.
Der Verein besteht aus Mitgliedern aller Berufs- und Altersgruppen, die
über ganz Deutschland verteilt sind.
Geleitet durch den Vorstand und die Mitgliederversammlung werden die Projekte
durch Beratung und regelmäßigen Austausch begleitet.
Mitglied kann jede/r nach Vollendung des 14. Lebensjahres werden. Für
den jährlichen Mitgliedsbeitrag werden Spendenbescheinigungen ausgestellt.
Förderkreis Indienhilfe
e.V.
Nordanlage 45
35390 Giessen
Spendenkonto: 22700095, Bezirkssparkasse Giessen, BLZ 51350025, Verwendungszweck:
BASIS-Projects
travel-to-nature GmbH
Neue Wege
Comtour
Infos unter Tourismus
Die
einzelnen Projekte:
Landwirtschaft und Tierzucht
Kunstschule und Buchbinderei
Nähschule
Ferienprogramm und Nachhilfeunterricht
Kindergarten
Werkstatt
Schreinerei
Trinkwasserversorgung
Nothilfemaßnahmen
Landwirtschaft und Tierzucht
Nachdem die Kautschukpflanzung auf dem zwei Hektar großen Grundstück
gerodet wurde, ist eine Mischkultur angelegt worden, bestehend aus Kokos,
Papaya, Mango, Jackfruit, Bananen, Ananas, Zimt, Muskat, Gewürznelken,
Pfeffer, Knollenfrüchten und weiteren.
Diese Bewirtschaftung sichert die Selbstversorgung (mit Verkauf von Überschuss)
und erhält das biologische Gleichgewicht bei den extremen Witterungsverhältnissen.
Mit den anfallenden landwirtschaftlichen Abfallprodukten wurde eine Backyard-Tierhaltung
mit Rindern, Schweinen, Ziegen und Hühnern aufgebaut.
Die tierischen Abfälle kommen als Dünger in die Pflanzenproduktion.
Diese Bewirtschaftungsweise sichert ebenso einen optimalen Lebensraum
für verschiedene Vögel und Kleintiere.
Durch die Landreform
in den 60er Jahren, besitzt jede Familie in Kerala ein Stück Land.
Wurde darauf früher Obst und Gemüse für den Eigenbedarf
angebaut, so findet man heute hauptsächlich vom Staat subventionierte
Kautschuk-Monokultur vor.
BASIS-Projects verfolgt daher mit seiner ökologischen Landwirtschaft
von Getreide, Obst, Gemüse und Gewürzen sowie der kleinbäuerlichen
Tierhaltung folgende Ziele:
- die Ernährungssicherung der Familien durch Selbstversorgung
- eine ausgewogene Ernährung
- Lebensraum für verschiedene Tierarten durch Mischkultur-Biotope
- einen Biokreislauf zwischen Mensch-Tier-Pflanze (z.B. durch Abfallvermeidung
und biologische Landwirtschaft)
- Ayurveda und Heilkräutergarten zur Gesundheitsvorsorge und Heilung.
Um diese Ziele
umzusetzen, stehen die MitarbeiterInnen des Projektes, Interessierten
mit Rat und Tat zur Seite, zum Beispiel durch Bereitstellung von Saatgut
und Setzlingen, Weitergabe von Jungtieren oder Geräteverleih.
Kunstschule und Buchbinderei
Auf künstlerische Fähigkeiten und Talente wird in Erziehung
und Bildungswesen weder eingegangen noch viel Wert gelegt. Das Interesse
an künstlerischen Berufen geht zurück und der Beruf wird traditionell
nur innerhalb der Kasten bzw. vom Vater zum Sohn weitergegeben.
Dabei wird kein Wert auf Talente gelegt – den Jungen wird die Kunst
als Handwerk innerhalb der alten Traditionen vermittelt, in denen man
sich an strenge gestalterische Regeln zu halten hat. Für Kreativität
ist hier nicht viel Raum. Das BASIS-Projekt konnte durch seine bisherigen
Erfahrungen, die versteckten künstlerischen Talente der jungen Menschen
entdecken und motiviert sie, diese zu verwirklichen.
In dem offenen
und für alle Interessierten zugänglichen Malprojekt sollen natürliche
künstlerische Fähigkeiten entdeckt und zur Entfaltung gebracht
werden.
Die Kunstschule bietet vor allem jungen Inderinnen die Möglichkeit
der Begegnung außerhalb der Familie und der kastenbedingten Trennung.
Angeboten werden Malen, Zeichnen, Siebdruck und Buchbinderei. Diese dienen
nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern auch als kleines Einkommen,
das durch den Verkauf der hergestellten Produkte,
wie Grußkarten und Briefpapier, nach Deutschland, ermöglicht
wird.
Außerdem werden Notizbücher, Fotoalben, Brief- und Collegemappen
hergestellt.
Auch kleine
künstlerische Erfolgserlebnisse schaffen große Freude, Befriedigung
und ein höheres Selbstwertgefühl. Zusätzlich ist eine gewisse
Unabhängigkeit der jungen Frauen die Folge des Projektes.
Nähschule
In der Nähschule wird ein Grundkurs und ein Aufbaukurs in Nähen,
Schneidern und Sticken angeboten. Außerdem werden Rucksäcke,
Taschen, Kleidung, Stickarbeiten und weitere Produkte angefertigt.
Durch den Verkauf der Produkte nach Deutschland
wird den Teilnehmerinnen auch hier ein Einkommen ermöglicht.
Ein weiteres Ziel ist, kooperative Einrichtungen im Dorf zu schaffen,
die nicht nur berufliche Selbstständigkeit bedeuten, sondern zudem
soziale Entwicklungschancen bieten.
Ferienprogramm und Nachhilfeunterricht
In den Schulferien übernehmen einige ausgebildete Frauen aus den
oben genannten Projektbereichen in Form eines Ferienprogramms, Tätigkeiten
wie Nachhilfe, Englischunterricht, Bastel- und Spielkreise sowie Tanz
und Musik für Kinder.
Beabsichtigt wird damit eine Alternative zu den rigiden Lehrmethoden in
den Schulen zu bieten und die Eigeninitiative zu fördern.
Kindergarten
Um Müttern die Möglichkeit zu geben, an den genannten Aktivitäten
teilzunehmen oder um ihren saisonalen Arbeiten nachzugehen, wurde 1996
ein Kindergarten im Projekt eingerichtet. Anstelle von Reproduktionswissen
– wie im indischen Kindergarten sonst üblich – treten
Kreativ- und Lernangebote wie Basteln, Malen, Singen etc. in den Vordergrund.
Wichtig ist es den Kindergarten kindgerecht zu gestalten und somit den
kindlichen Bedürfnissen nach Spiel, Bewegung und Raum, in ausreichender
Masse gerecht zu werden.
Die Altersklasse ist drei bis fünf Jahre. Um die Klassenunterschiede
zu verringern, widergespiegelt in der Qualität der mitgebrachten
Nahrung, wird eine Zwischenmahlzeit vom Projekt für alle Kinder gegeben.
Werkstatt
Eine Werkzeugsammelaktion, die vor der Abreise der InitiatorInnen aus
Deutschland stattgefunden hat, ermöglichte es im Projektzentrum eine
Werkstatt einzurichten, die für alle Dorfbewohner zugänglich
ist, um selbst Haushaltsgeräte für den Eigenbedarf anzufertigen
oder zu reparieren.
Es gibt zwei Fachkräfte für die Arbeit in der Werkstatt, die
unter anderem die projektspezifischen Werkzeuge anfertigen, Anleitungen
für Anfänger geben und Interessenten verschiedene Arbeitsmethoden
erläutern.
Schreinerei
Hier wird den Dorfbewohnern die Möglichkeit geboten, Möbel für
den Eigenbedarf herzustellen bzw. zu reparieren.
Das Erlernen von handwerklichen Fähigkeiten ist äußerst
effektiv, da diese zum einen im eigenen Haushalt angewendet werden können
und zum anderen eine mögliche Erwerbsquelle darstellten.
Trinkwasserversorgung
Während der trockenen Monate von ca. Januar bis Mai herrscht in den
meisten Orten Keralas ein akuter Trinkwassermangel, so auch in Panchayat
Athirampuzha. Für diesen Missstand ist unter anderem der Kautschukanbau
verantwortlich. Die Verdunstung ist bei dieser Monokultur wesentlich höher
als bei natürlichen Mischkulturen. Dadurch sinkt auch der Grundwasserspiegel.
Im Projektdorf Sreekandamangalam wurde in Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung,
der Tempel und der Kirchengemeinschaft und mit der finanziellen Unterstützung
des Förderkreises Indienhilfe e.V. in Giessen, eine Einrichtung zur
Trinkwasserversorgung errichtet. Dieses Trinkwasserprojekt löst das
Problem der chronischen Trinkwassernot von ca. 150 sozial schwachen Familien.
Die Anlange umfasst einen Brunnen in einer Tiefebene, einen Hochbehälter
auf einer natürlichen Erhöhung sowie ein Straßenverteilungssystem
mit 20 Zapfstelellen. Solche unabhängige, lokale Anlagen zur Wasserversorgung
sind wichtiger Bestandteil der ländlichen Entwicklungsarbeit.
Nothilfemaßnahmen
Die extremen Witterungsverhältnisse (wie Überschwemmungen bei
Monsunregen oder Trockenheit in den Sommermonaten) lassen immer wieder
Notsituationen entstehen, die Hilfsaktionen durch das BASIS-Projekt erforderlich
machen.
Nahrungsmittelverteilung, Bekleidungshilfe, Haussanierungsarbeiten, stabile
Überdachung aus Ziegeln und Wellblech sind einige der Maßnahmen,
die durchgeführt werden.
Dabei wird die Mitarbeit der Dorfbevölkerung so weit wie möglich
gefordert.
Eine weitere Aufgabe ist die Unterstützung von Familien, die von
Todesfällen des alleinigen Broterwerbers betroffen sind, da es kein
staatliches soziales Netz gibt.
Hierbei werden die Hausfrauen zu Eigeninitiative ermutigt, um ihre Existenzgrundlage,
z.B. durch Aufbau eines Kleingewerbes (Milchtierhaltung, Fisch-, Gemüseverkauf
etc.) zu sichern.
Zusätzlich werden Ausbildungs- und Bekleidungskosten der minderjährigen
Familienmitglieder übernommen.
In Indien gibt es keine gesetzliche Krankenversicherung, das heißt
die Behandlung einer schweren Krankheit stellt eine enorme finanzielle
Belastung für die Familie dar. Bei
Bedarf übernimmt das Projekt auch einen Teil der Behandlungskosten.
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